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Das Ensemble Utak ist ein aufstrebendes junges Trio, das altes und neues Repertoire für die immer noch unterrepräsentierte Kombination aus Flöte, Bratsche und Harfe erkundet. Kristóf Siklósi, Anna Jurriaanse und Cara Dawson lernten sich während ihres Studiums in Berlin kennen und waren sich sofort über ihr gemeinsames Interesse an ähnlicher Musik einig. Sie traten mit einem Programm auf den Plan, das aus Trios besteht, die von Soli für jedes ihrer Instrumente unterbrochen werden. Dieses einzigartige Format ist seither zum Markenzeichen ihrer Konzerte geworden und ermöglicht es den Zuhörern, tief in die einzigartige Klangwelt der einzelnen Instrumente einzutauchen.

u·tak /utɒk/ (pl.) noun 1 roads 2 routes 3 ways  

Die Besetzung des Ensembles ruft eine archaische, zugleich zeitlose Klangwelt hervor – insbesondere durch Flöte und Harfe, zwei der ältesten Musikinstrumente der Menschheit – und eröffnet dennoch neue Möglichkeiten im modernen Repertoire. Diese Dualität spiegelt sich auch im Namen Utak wider, einem alten ungarischen Wort für „Routen, Straßen und Wege“, das ihr Bestreben symbolisiert, neue künstlerische Pfade zu beschreiten.

Bestrebt, zu einer flexiblen Ensemblebesetzung überzugehen, erweitert das Ensemble Utak sein Repertoire über reine Trio-Auftritte hinaus. Im Frühjahr 2024 präsentierten sie ein Programm für Bratsche und Harfe mit neu in Auftrag gegebenen Werken sowie Transkriptionen zeitgenössischer Duos für diese ungewöhnliche Kombination.

Ihr Können als zeitgenössische Kammermusiker wurde zusätzlich hervorgehoben, als sie im Sommer 2024 zur Teilnahme an der renommierten Young Ensemble Academy des Ensemble Modern ausgewählt wurden. In diesem intensiven Programm verfeinerten sie ihr Trio-Repertoire, arbeiteten in Workshops mit international renommierten Musikerinnen und Musikern und schlossen ihre Teilnahme mit einem gemeinsamen Auftritt mit dem Ensemble Modern ab.

Das Ensemble Utak ist entschlossen, neue Wege in seiner künstlerischen Arbeit zu gehen – mit dem Ziel, einzigartige musikalische Erlebnisse zu schaffen.

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Cara Dawson ist eine in Berlin lebende Harfenistin mit Schwerpunkt auf zeitgenössischer Musik. Ihre künstlerische Arbeit bewegt sich zwischen der Interpretation von Repertoire des 20. und 21. Jahrhunderts und der Entwicklung neuer Werke für Harfe, häufig in enger Zusammenarbeit mit Komponist:innen. Dabei erforscht sie die klanglichen und materiellen Möglichkeiten des Instruments und arbeitet mit Pedal- und Lever-Harfen, Elektronik sowie alternativen Stimmungssystemen, zuletzt auch im Bereich der Just Intonation, unter anderem in einer Auftragskomposition von Marc Sabat (2025).

Als Solistin entwickelt sie Programme, die die Rolle der Harfe im zeitgenössischen Kontext neu denken, und verbindet neue Kompositionen mit experimentellen Zugängen zum bestehenden Repertoire. Als Semifinalistin des World Harp Competition (2022) präsentierte sie ein eigenständig konzipiertes Programm mit Uraufführungen sowie einer eigenen Bearbeitung eines Werks von John Cage für Harfe und Elektronik in einem installativen Setting.

Als Ensemblemusikerin im Bereich der Neuen Musik arbeitete sie u. a. mit dem Lucerne Festival Contemporary Orchestra, Ensemble Modern und der London Sinfonietta und war bei Festivals wie NonClassical und dem Dutch Harp Festival zu hören. Neben ihrer Tätigkeit im Bereich der zeitgenössischen Musik ist sie regelmäßig als Orchestermusikerin in Berlin aktiv und arbeitet u. a. mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, der Deutschen Oper Berlin und der Kammerakademie Potsdam.

Anna Jurriaanse ist eine niederländische Bratschistin. Sie absolvierte ihr Bachelorstudium am Koninklijk Conservatorium in Den Haag bei Ásdís Valdimarsdóttir. Von Beginn an war sie eng mit dem Pelargos Quartett verbunden und nahm an zahlreichen Meisterkursen teil, die ihr wertvolle musikalische Impulse gaben.

Ein prägender Moment während ihres Studiums war die Aufführung von Stockhausens Helikopter-Streichquartett, die ihr die Welt der zeitgenössischen Musik eröffnete. Anschließend setzte sie ihr Studium in Tilburg bei Emlyn Stam fort, bevor sie ihr Masterstudium an der Universität der Künste Berlin bei Julia Brembeck-Adler abschloss (Februar 2026).

In Berlin vertiefte sie ihre Arbeit im Bereich Kammermusik mit einem besonderen Fokus auf modernes Repertoire. Während ihres Studiums war sie Mitglied der Orchesterakademien des Netherlands Philharmonic Orchestra und des Netherlands Chamber Orchestra und ist derzeit Akademistin beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin.

Anna pflegt ein vielseitiges musikalisches Profil, das Orchesterspiel, Kammermusik, zeitgenössische Musik und klassisches Repertoire verbindet. Sie ist fasziniert davon, einen Strich oder Punkt in einer 200 Jahre alten Partitur zu interpretieren, und findet es zugleich spannend, direkt mit zeitgenössischen Komponist:innen zu arbeiten. Dieses Spannungsfeld zwischen Tradition und Innovation prägt ihr künstlerisches Schaffen.

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ÜBER DIE MUSIKER

Gabriele Mastrototaro ist ein italienischer Flötist, dessen künstlerische Arbeit sich zwischen Orchester-, Kammer- und zeitgenössischer Musik bewegt. Er absolvierte sein Bachelorstudium am Conservatorio „U. Giordano“ in Foggia und studiert derzeit im Master an der Hochschule für Musik Stuttgart in der Klasse von Prof. Davide Formisano. Seit 2025 ist er Akademist beim hr-Sinfonieorchester Frankfurt.

Er trat als Gast mit Orchestern wie dem SWR Symphonieorchester, der Staatsoper Stuttgart, der Oper Frankfurt, der Orchestra Filarmonica di Milano sowie dem Peace Orchestra Project auf, mit dem er gemeinsam mit Martha Argerich auf Europatournee ging. Konzertreisen führten ihn in renommierte Säle wie die Berliner Philharmonie, die Philharmonie de Paris, das Shanghai Grand Theatre und das Maggio Musicale Fiorentino.

Als Kammermusiker arbeitet er mit Ensembles wie Studio MusikFabrik, Reactive Ensemble, Ton-Art Ensemble und dem Parco della Musica Ensemble. In der Saison 2024/2025 war er zudem Akademist der International Ensemble Modern Academy. Als Solist interpretierte er Werke von Bach, Taffanel und Busoni und ist Preisträger mehrerer Wettbewerbe, darunter erster Preis beim Angelo Persichilli Flötenwettbewerb (2021) sowie zweiter Preis beim Liverpool International Flute Competition (2023).

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